Call for papers

Beschreibung

Der internationale Workshop „What is a Word?“ wird vom 14. bis 15. Dezember an der Universität Zürich stattfinden und wird sich mit dem Wort-Begriff in den verschiedenen Teilgebieten und Richtungen der Sprachwissenschaft auseinandersetzen. Wir laden hiermit alle interessierten Nachwuchswissenschaftler und -wissenschaftlerinnen dazu ein, Abstracts einzureichen, um ihre Forschungsprojekte zu diesem Thema im Rahmen eines Vortrags oder eines Posters zu präsentieren. Der Workshop soll als Plattform für Doktorierende und Postdoktorierende fungieren, um ihre Arbeit vorstellen und untereinander sowie mit Spezialisten diskutieren zu können.  

Forschungsgebiete: Formale Grammatik, Vergleichende Sprachwissenschaft (Historische Sprachwissenschaft, Typologie).

Der zweitägige Workshop beschäftigt sich mit dem Wort-Begriff in der gegenwärtigen Sprachwissenschaft (insbesondere Morphologie, Syntax und Phonologie) und zielt darauf ab, dieses vermeintlich grundlegende Konzept von zwei verschiedenen Blickwinkeln aus zu beleuchten: Formale Grammatik und Vergleichende Sprachwissenschaft. Dabei sollen die Identifizierung und Definition von neuen Kriterien im Vordergrund stehen, um zu verstehen, was sowohl die Bildung und Interpretation des Wort-Begriffs als auch dessen Integration in das wissenschaftliche Studium sprachlicher Phänomene bestimmt. Insbesondere soll die jeweilige Motivation für die verschiedenen theoretischen Positionen zum Wort diskutiert und hinterfragt werden (z. B. für Nano-Syntax [Starke 2009, Caha 2009, Lander 2015], Distributed Morphology [Halle & Marantz 1993, Marantz 1997, Bobalijk 2015, Embick 2015] und verwandte Ansätze [Leu 2015, Newell & al. 2017], aber auch für Word and Paradigm Morphology [Matthews 1972, Blevins 2016] und Prosodic Phonology [Peperkamp 1997, Bickel & al. 2009]). In diesem Zusammenhang sollen explizit auch einzelsprachliche und sprachvergleichende Untersuchungen zu Wort-Phänomenen (z. B. Gijn & Zúñiga 2014) dazu dienen, die Vorzüge eines jeden Ansatzes, aber auch ihre Konsequenzen für eine gemeinsame Definition des Wort-Begriffs hervorzuheben.

Wir begrüßen Abstracts sowohl aus der Formalen Grammatik als auch aus der Vergleichenden Sprachwissenschaft, die sich mit einem der folgenden Themen beschäftigen: (i) das Wort als abgeleitetes Konzept; (ii) Wort-Phänomene an den Schnittstellen der Grammatik (Syntax-Morphologie, Syntax-Phonologie, Morphologie-Phonologie etc.); (iii) die Typologie des Wortes, (iv) der Wort-Begriff und seine Geschichte in der vormodernen und außereuropäischen Sprachwissenschaft.

Keynote Speakers

Prof. Heather Newell (Université de Québec à Montréal)

Prof. James Blevins (University of Cambridge)

Prof. Tom Leu (Université de Québec à Montréal)

Prof. Götz Keydana (Georg-August-Universität Göttingen)

Dr. Eric Lander (Göteborgs Universitet)

Dr. Dieter Gunkel (University of Richmond)

Richtlinien

Die Abgabefrist für Abstracts ist der 15. September 2017 (2. Call). Rückmeldungen werden per E-Mail am 06. Oktober 2017 versandt.

Abstracts, die sich mit einem der oben genannten Themen befassen, können im PDF-Format über wordshop@linguistik.uzh.ch eingereicht werden. Die Abstracts sollten nicht länger als zwei Seiten (inkl. Beispielen und Referenzen) und in Times New Roman geschrieben sein (Schriftgröße 12 pt, einfacher Zeilenabstand, 2,5 cm Seitenrand). Des Weiteren ist die Einreichung von Beiträgen auf ein Single Abstract sowie ein Joint Abstract pro Person beschränkt.

Für Vorträge sind 30 Minuten vorgesehen (20 Minuten Vortrag sowie 10 Minuten für Fragen und Diskussion).

Die offizielle Konferenzsprache ist Englisch.

Organisation

Dr. Lena Baunaz

Tim Felix Aufderheide

Franziska Stuntebeck

Die Organisatoren möchten dem UZH Graduate Campus für die Finanzierung des Workshops via eines GRC Grant an dieser Stelle herzlich danken.

(Ausgewählte) Referenzen

Bickel, B. & al. 2009. “The Distribution of Phonological Word Domains: A Probabilistic Typology”. In: Grijzenhout, J. & al. Phonological Domains: Universals and Deviations. Boston & Berlin: Mouton De Gruyter. 47-75.

Blevins, J. P. 2016. Word and Paradigm Morphology. Oxford & New York: Oxford University Press.

Bobaljik, J. D. 2015. Distributed Morphology. Ms., University of Connecticut.

Caha, P. 2009. The Nanosyntax of Case. Doctoral Dissertation, University of Tromsø.

Embick, D. 2015. The Morpheme: A Theoretical Introduction. Boston & Berlin: Mouton de Gruyter.

Gijn, R. van & F. Zúñiga. 2014. “Word and the Americanist perspective”. Morphology 24(3). 135-160.

Lander, E. 2015. The Nanosyntax of the Northwest Germanic Reinforced Demonstrative. Doctoral Dissertation, Ghent University.

Leu, T. 2015. The Architecture of Determiners. Oxford & New York: Oxford University Press.


Marantz, A. 1997. “No Escape from Syntax: Don’t Try Morphological Analysis in the Privacy of Your Own Lexicon. University of Pennsylvania Working Papers in Linguistics 4. 201-225.

Matthews, P. H. 1972. Inflectional Morphology. Cambridge: Cambridge University Press.

Newell, H. & al. 2017. The Structure of Words at the Interfaces. Oxford & New York: Oxford University Press.

Peperkamp, S. 1997. Prosodic words. Doctoral Dissertation, University of Amsterdam.

Starke, M. 2009. “Nanosyntax: A Short Primer to a New Approach to Language”. Nordlyd 36. 1-6.